Innenraumheizung – wohlige Wärme fürs ganze Haus mit der Zentralheizung

Innenraumheizung – wohlige Wärme fürs ganze Haus mit der ZentralheizungDie Tage werden kürzer. Ein Zeichen, dass der Herbst vor der Tür steht. Und mit ganz großen Schritten sieht man auch schon in der Ferne den Winter herannahen.

So langsam aber sicher verabschiedet sich die sommerliche Wärme aus Ihrem Haus und wenn Sie abends auf dem Sofa sitzen, merken Sie, dass es merklich kühler in den eigenen vier Wänden wird. Schön, wenn man jetzt mir nur einem kleinen Dreh am Thermostat der Heizung die Temperatur den Bedürfnissen anpassen kann. Und das in jedem Raum separat für sich.

Vorbei sind die Zeiten, dass man in den Keller gehen und mit einer Kohlenschütte das Brennmaterial holen musste. Vorbei sind die Zeiten der rußigen Hände und des Kohlenstaubs. Vorbei sind ebenso die Zeiten, dass man mit einer Holzkiepe das gehackte Holz von draußen holen musste. Und hatte man den Ofen erstmal angefeuert, dauerte es noch eine ganze Weile bis es warm wurde. Und war die Wärme erstmal da, konnte man sie nicht mehr regulieren. Weder nach oben noch nach unten.  Der Ofen „bollerte“ bis die Kohle oder das Holz verbrannt war.

Oft stand auch nur in einem Raum ein Ofen. Die übrigen Zimmer blieben unbeheizt oder wurden vielleicht mit einem extra Heizöfchen erwärmt. Zusätzliche Kosten für Strom waren die Folge.

Wie gesagt: Diese Zeiten sind vorbei dank einer Innenraum- bzw. Zentralheizung.

Mit diesem Text möchten wir Sie ein wenig mit Ihrer, vielleicht sogar neuen, Zentralheizung vertraut machen.

Was ist eine Zentralheizung, wie ist sie aufgebaut und wie funktioniert sie

Eine Zentralheizung, früher auch Sammelheizung genannt, ist darauf ausgelegt ein komplettes Gebäude oder mehrere miteinander verbundene Wohnräume gleichzeitig zu beheizen.

Über ein zentrales Heizsystem, das meistens im Keller eines Gebäudes installiert ist,

wird ein Wärmeträger erhitzt. In der Regel ist das Wasser. Mittels Umwälzpumpen wird das erwärmte Wasser in das Rohrleitungssystem geleitet und macht sich auf den Weg die oder den Heizkörper zu erwärmen. Die gewünschte Raumtemperatur kann mit Thermostaten an den jeweiligen Heizkörpern unabhängig voneinander reguliert und eingestellt werden.

Vorteile einer Zentralheizung im Überblick

  • Kostengünstiger als eine separate Beheizung einzelner Räume mit eigenständigen Heizsystemen
  • Separate Temperaturregelung in den einzelnen Räumen
  • Zeitersparnis, da das installierte Heizsystem automatisiert arbeitet
  • Platzsparend durch nur einen Heizkessel und nur einer Abgasleitung

Verschiedene Brennstoffe zur Erwärmung des Wärmeträgers, ihre Vor- und Nachteile

Um den Wärmeträger zu erhitzen steht Ihnen eine Vielzahl von Energieträgern heutzutage zur Auswahl.

Der meistgenutzte Energieträger in Haushalten, ist wohl das Erdgas. Durch gelegte Gasleitungen des öffentlichen Gasnetzes gelangt dieser Energieträger direkt zu Ihnen nach Hause. Da das Gas direkt zu Ihnen geleitet wird, ist eine Gasheizung recht platzsparend. Es wird im Haus kein extra Standort für einen Tank oder ähnliches benötig. Sollte Ihr Haus nicht an das örtliche Gasnetz angeschlossen sein, besteht noch die alternative Möglichkeit Flüssiggas als Brennstoff einzusetzen. Hier wird dann allerdings ein Tank zur Lagerung bzw. Speicherung notwendig.

Dass Gas auch nicht mehr zwingend aus natürlichen Vorkommen stammen muss, zeigt das zukunftsfähige Biogas. Es wird unter anderem auch aus Landwirtschaftlichen Abfällen gewonnen. Gülle oder auch Mist können hier ebenso verwertete werden, wie Biomüll.

Der Vorteil von Gas zur Beheizung sind nicht nur die geringen Betriebskosten. Auch die geringe CO² Emission bei der Verbrennung lässt sich nicht von der Hand weisen.

Wo keine Gasleitungen verlegt sind und Sie auch keinen Tank mit Flüssiggas im Haus haben möchten, ist Öl ein weiterer bekannter und bewährter Energieträger. Auch eine Ölheizung ist ein Garant für eine beständige und sicherere Versorgung mit Wärme. Da allerdings die Erdölvorkommen weltweit begrenzt sind und bei der Verbrennung CO² erhöht freigesetzt wird, ist ein verantwortungsvoller Umgang mit diesem fossilen Brennstoff angemessen. Sollten Sie sich für eine neue Ölheizung entscheiden, achten Sie darauf dass diese auch mit Bio-Heizöl betrieben werden könnte. Durch Beimischungen von Raps- oder Sonnenblumenöl können die natürlichen Ressourcen der fossilen Brennstoffe geschont werden.

Holz, als einer der ältesten bekannten Brennstoffe, steht auch zur Erwärmung des Wärmeträgers zur Verfügung. Da Holz ein nachwachsender Rohstoff ist und bei seiner Verbrennung genau so viel CO² frei setzt wie bei seiner natürlichen Verrottung, ist er als klimafreundlich anzusehen. Obendrein unterliegt Holz in der Regel nicht solchen Preisschwankungen wie die fossilen Brennstoffe. Durch eine nachhaltige Forstwirtschaft, muss man keine Angst haben, dass Wälder komplett gerodet werden und von der „Bildfläche“ verschwinden. Es besteht ein ausgewogenes „Geben und Nehmen“ mit der Natur. Holz kann in unterschiedlichen Formen verheizt werden.

Hier eine kleine Übersicht:

  • Pellets: diese zylinderförmigen und genormten „Presslinge“ aus Sägemehl, Hobelspäne und Resthölzern benötigen nur geringen Lagerplatz und weisen eine hohe Energiedichte auf.
  • Scheitholz: diese naturbelassenen Holzscheite kennt man vom ganz normalen Holzofen. Sie sind längsgespalten und verbrennen in modernen Heizungsanlagen emissionsarm und ergiebig.
  • Hackschnitzel: sind größer als Pellets und bestehen aus naturbelassenem Holz. Sie sind Abfallprodukte der holzverarbeitenden Industrie oder auch der Landwirtschaft.

Lassen Sie sich fachkundig beraten

Welchem Brennstoff Sie Ihrem Vorzug geben möchten, hängt natürlich von vielen Faktoren ab. Wie ist der Standard Ihres Zuhauses aus energetischer Sicht? Ist die Klimaperspektive für Sie von Bedeutung? In welcher Höhe haben Sie entstehende Kosten einkalkuliert?

Lassen Sie Ihre neue Heizungsanlage auf jedem Fall von einem „Profi“ planen. Mit fundiertem Fachwissen wird er Ihnen zur Seite stehen und alles zu Ihrer Zufriedenheit erledigen. Von der Planung bis hin zur Installation ist er unverzichtbar. Vertrauen Sie auf seine Kenntnisse und Erfahrungen.

Wartung Ihrer Innenraumheizung, Kosten und Abstände einer Inspektion

Wussten Sie eigentlich, dass es eine gesetzliche Pflicht gibt, seine Heizungsanlage regelmäßig einer Wartung zu unterziehen? Dies ist niedergelegt im Gebäudeenergiegesetz.

Damit Ihre Heizung effektiv und energiesparend betrieben wird und Sie keine Angst haben müssen, in den kälteren Jahreszeiten ohne Wärme da zu sitzen, ist eine regelmäßige Wartung Ihrer Heizungsanlage unerlässlich. Um einem Heizungsausfall vorzubeugen und die Lebensdauer Ihrer Heizungsanlage zur verlängern, ist eine Inspektion pro Jahr angebracht. Obendrein kommen Sie eventuellen teuren Reparaturen zuvor und Sie erhalten Ihren Garantieanspruch nach einer Neuinstallation. Der beste Zeitpunkt für eine Kontrolle ist natürlich vor der Heizperiode, also vorzugsweise in den Sommermonaten und bevor der örtliche Schornsteinfeger sich bei Ihnen anmeldet.

Was eine reguläre Wartung beinhaltet sehen Sie hier:

  • Eine allgemeine Sichtprüfung
  • Überprüfung und eventueller Tausch von Verschleißteilen
  • Reinigung von Brennerräumen und –komponenten
  • Prüfung der Abgaswerte
  • Kontrolle des Wasserdrucks und eventuelles Nachfüllen, entfällt bei einer Pelletheizung

Da die Kosten für eine Wartung von dem jeweiligen Heizungstyp abhängen, können die entstehenden Wartungskosten variieren. Mit einem Aufwand von ca. EUR 130,- bis zu EUR 300,- sollten Sie rechnen.

Um Wartungskosten in Grenzen zu halten, holen Sie sich am besten mehrere Vergleichsangebote von Installationsbetrieben in Ihrer Nähe ein.

Der Abschluss eines mehrjährigen Wartungsvertrages kann auch helfen Kosten zu sparen. Sie sind günstiger als jährliche Einzelaufträge und können auch kostenlose Notdienste mit einschließen. Sie wissen doch: Wenn mal was kaputt geht, dann meistens am Wochenende oder mitten in der Nacht. Stellen Sie auch hier Vergleiche an.

Und, falls Sie dies noch nicht wissen, können Sie diese Wartungskosten auch teilweise  steuerlich absetzen und einen Teil davon erstattet bekommen.

Als Vermieter können Sie die Wartungskosten auf die einzelnen Mietparteien umlegen und in der jährlichen Hausgeldabrechnung geltend machen.

Wird Ihnen nun schon ein wenig warm ums Herz? Und konnte dieser kleine Einblick ein wenig zur Aufklärung beitragen? Dann zögern Sie nicht länger, lassen Sie Ihre Zentralheizung installieren oder vielleicht auch erneuern.

Denn denken Sie daran: Der nächste Winter kommt bestimmt.